
Ein vollständiger Impfschutz schützt nicht nurvor ernsthaften Erkrankungen, sondern spielt auch im Erwachsenenalter eine wichtige Rolle. Dieser Beitrag erklärt, welche Impfungen empfohlen werden und wie avi Sie dabei begleitet.
Kurz gesagt
Auch im Erwachsenenalter ist ein vollständiger Impfschutz wichtig, denn der Schutz vieler Impfungen aus der Kindheit nimmt mit der Zeit ab. Die STIKO empfiehlt Erwachsenen unter anderem eine Auffrischung gegen Tetanus und Diphtherie alle 10 Jahre sowie ab 60 Jahren Impfungen gegen Influenza, Pneumokokken und Herpes Zoster. Vor Fernreisen sollten Sie sich frühzeitig über länderspezifische Impfungen informieren, am besten etwa 6 Wochen vor Reiseantritt. Wer geimpft ist, schützt zudem Menschen, die nicht oder nur eingeschränkt geimpft werden können.
Viele Menschen verbinden Impfungen vor allem mit der Kindheit. Doch das greift zu kurz, denn auch im Erwachsenenalter ist ein vollständiger Impfschutz wichtig. Mit zunehmendem Alter oder bei bestimmten Lebenssituationen schützen Impfungen vor schweren oder ansteckenden Krankheiten. Gleichzeitig tragen Erwachsene mit aktuellen Impfungen dazu bei, besonders vulnerable Personen wie Kinder, ältere Menschen oder chronisch Kranke zu schützen (Bundesministerium für öffentliche Gesundheit., o. J.). Die Ständige Impfkommission (STIKO) betont, wie wichtig regelmäßige Auffrischungen und passende Impfungen sind – angepasst an Alter, Beruf oder Reisen (STIKO, 2024).
Ein Blick in den eigenen Impfpass offenbart dabei oft ungeahnte Lücken.
Der Schutz vieler Impfungen aus der Kindheit nimmt mit der Zeit ab – oft unbemerkt. Ohne regelmäßige Auffrischung verliert das Immunsystem seine gezielte Abwehrkraft gegen bestimmte Erreger (Bundesministerium für Gesundheit, 2025). Mit zunehmendem Alter steigt das Risiko für schwere Verläufe bei Grippe, Gürtelrose oder Pneumokokken-Erkrankungen. Besonders bei Vorerkrankungen wie Diabetes, Herzproblemen oder chronischen Atemwegserkrankungen. Auch veränderte Lebensumstände wie Schwangerschaft, chronische Krankheiten oder Arbeit im Gesundheits- oder Sozialwesen erfordern eine individuelle Impfstrategie.
Zudem leisten geimpfte Erwachsene einen wichtigen Beitrag zur Herdenimmunität. Durch einen aktuellen Impfschutz wird die Ausbreitung ansteckender Krankheiten verringert. So schützen geimpfte Personen nicht nur sich selbst, sondern auch Menschen, die nicht oder nur eingeschränkt geimpft werden können. Dazu zählen zum Beispiel Säuglinge, ältere Menschen oder Personen mit einem geschwächten Immunsystem. Je mehr Menschen geimpft sind, desto geringer ist das Risiko von Krankheitsausbrüchen. Impfungen tragen damit wesentlich zum Schutz der gesamten Gesellschaft bei (Bundesministerium für öffentliche Gesundheit., o. J.).

Laut der Ständigen Impfkommission (STIKO) sollten Erwachsene regelmäßig überprüfen, ob ihr Impfschutz noch vollständig und aktuell ist. Impfungen verlieren mit der Zeit ihre Wirkung oder müssen an neue Lebenssituationen angepasst werden. Eine regelmäßige Kontrolle hilft dabei, Lücken im Impfschutz zu erkennen und rechtzeitig zu schließen. Die STIKO gibt hierzu klare Empfehlungen, die als wichtige Orientierung für die gesundheitliche Vorsorge im Erwachsenenalter dienen (STIKO, 2024). Dazu zählen insbesondere:
| Impfung | Für wen | Abstand |
|---|---|---|
| Tetanus & Diphtherie | Erwachsene | Auffrischung alle 10 Jahre |
| Pertussis (Keuchhusten) | bei letzter Impfung vor > 10 Jahren; alle engen Kontaktpersonen eines Neugeborenen (z. B. Eltern, Großeltern) | Einmalige Auffrischung im Erwachsenenalter; für Kontaktpersonen auch bei vorheriger Auffrischung im Erwachsenenalter |
| Masern | nach 1970 Geborene mit unklarem Impfstatus oder nur einmalig in der Kindheit geimpft | einmalige Impfung |
| FSME | je nach Risikogebiet (z. B. höheres Risiko in Süddeutschland, mittleres Risiko im mittleren Teil Deutschlands, niedrigeres Risiko in Norddeutschland) | Grundimmunisierung und Auffrischung |
| Influenza | ab 60 Jahren oder bei chronischer Erkrankung | jährliche Grippeimpfung |
| COVID-19 | Risikogruppen | Basisimmunisierung (drei Antigenkontakte) und jährliche Auffrischung |
| Pneumokokken & Herpes Zoster | ab 60 Jahren, früher bei Vorerkrankungen | – |
Planen Sie eine Fernreise oder einen längeren Aufenthalt im Ausland? Dann sollten Sie sich frühzeitig über länderspezifische Impfanforderungen informieren.
Das Auswärtige Amt bietet eine übersichtliche und verlässliche Sammlung von Informationen zu Impfungen auf Reisen. Die Empfehlungen richten sich nach dem Reiseland und den dortigen Gesundheitsrisiken. Sie helfen dabei, sich vor Krankheiten zu schützen, die im Ausland häufiger vorkommen. So können Reisende besser einschätzen, welche Impfungen sinnvoll oder vorgeschrieben sind. Zu den wichtigsten Reiseimpfungen zählen beispielsweise (Auswärtiges Amt, o.J.):
Rechtzeitig vor der Reise beginnen
Viele Impfungen benötigen mehrere Dosen oder Vorlaufzeit – am besten beginnen Sie etwa 6 Wochen vor Reiseantritt mit der Impfberatung.

Ihre avi Hausarztpraxis ist erste Anlaufstelle für alle Impffragen. In der Praxis schauen wir in Ihren Impfpass. Wir empfehlen fehlende Auffrischungen oder beraten Sie auch individuell zu Reiseimpfungen, Berufsimpfungen, chronischen Krankheiten oder Schwangerschaft. Ein aktueller Impfschutz gehört zu einer guten Vorsorge im Erwachsenenalter. Wer sich regelmäßig impfen lässt, schützt nicht nur sich selbst, sondern übernimmt auch Verantwortung für seine Mitmenschen.
Quellen